The 2006 Worldwide Publication of
The German-Language Edition

'Ich möchte ein lebendes Kunstwerk sein.'
(I want to be a living work of art.)
—The Marchesa Casati

The German-Language Edition

Die göttliche Marchesa
The Divine Marchesa

The German-Language EditionAlthough undisputed artistic and cultural icon of Italy, the Marchesa Casati's familial heritage is most firmly rooted in Austria. Indeed, her paternal grandparents and maternal grandmother originated from this beautiful area of Central Europe. So then Die göttliche Marchesa: Leben und Legende der Luisa Casati (or The Divine Marchesa: Life and Legend of Luisa Casati), the German-language edition of Infinite Variety, has quickly become a source of national pride and the recipient of tremendous critical acclaim upon its autumn 2006 release by Haymon Verlag, the esteemed Innsbruck-based publishing house.

German-language readers first became fully aware of the Marchesa's astounding exploits, as detailed in Infinite Variety, when German Vogue featured the article “Mythische Marchesa” in their February 2000 issue. Further interest followed with the March 2005 publication of a major survey of Casati's eccentric existence in Ladylife, the popular Austrian culture magazine. But now the entire story has been revealed in luminous detail for the first time in the German language. Translated by Astrid Tautscher, the hardcover Haymon Verlag edition of the biography includes a completely updated text adorned by a cache of visual gems documenting the Marchesa's enthralling life journey. Major press attention on the book was launched with important coverage in the October 2006 issue of German Vogue. A special media highlight was when Park Avenue magazine (Hamburg) included Casati in the top-twenty of the one hundred most important style icons of the past century in their April 2007 issue.

Haymon Verlag was founded in 1982 as primarily a publisher of non-fiction works. Since 1988, their impressive catalogue has expanded to embrace quality fiction, poetry, crime novels, and experimental literature. Furthermore, Haymon Verlag has become recognized for its focus on regional non-fiction, art and photography; as well as the German-language translation of literature from Northwest Africa, including Morocco, Algeria and Tunisia.

In 1935, Man Ray captured the Marchesa Casati in one of her most celebrated photo-portraits costumed as the beloved Empress Elisabeth of Austria. Smiling slyly with leather whip in-hand betwixt two rearing horses of papier-mâché, the Marchesa stares triumphantly forward into the new millennium. An eager audience in the land of her forebears has greeted this arrival with a thunderous ovation.

ISBN: 3-85218-517-3 • Hardcover • 264 Pages • EUR 19,90/SFR 34,90
78 Black & White and Colour Illustrations (photographs & artwork reproductions)


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Haymon Verlag


Die Göttliche Marchesa:
Leben und Legende der Luisa Casati

Marchesa Luisa Casati (1881-1957) war eine der schillerndsten Celebritys Europas. Mit ihren Lebens- und Liebesgeschichten erstaunte und faszinierte die italienische Adelige den Kontinent: Sie sammelte Palazzi und eine Menagerie von exotischen Tieren in Venedig, Rom, Capri und Paris. Maler und Bildhauer porträtierten sie, Dichter priesen ihre fremdartige Schönheit und Modedesigner warben um ihre Gunst. Zu ihren Verehrern zählten Gabriele D'Annunzio, Man Ray, Augustus John, Kees van Dongen, Erté oder Jack Kerouac. Noch zu Beginn des Jahrhunderts als reichste Erbin Italiens umschwärmt, musste sie verarmt in den 1930er Jahren nach London fliehen, wo sie, unterstützt von Freunden, bis zu ihrem Tod 1957 lebte. Ihrem faszinierenden Leben setzten auf der Bühne Vivien Leigh und im Kino Ingrid Bergman ein Denkmal. Bis heute inspirieren ihre Lebensweise und ihr Stil Modedesigner wie John Galliano und Tom Ford.

Die erste große Biografie der göttlichen Marchesa spürt der Faszination wie dem Mythos der Casati nach und zeichnet anhand zahlreicher Dokumente und Abbildungen, die großteils zum ersten Mal reproduziert wurden, das Bild einer glamourösen Lebensinszenierung.

Aus dem Amerikanischen von Astrid Tautscher

Die Autoren
Scot D. Ryersson ist Autor zahlreicher Arbeiten über Film und Literatur und preisgekrönter Illustrator und Grafiker.

Michael Orlando Yaccarino ist Verfasser vieler Artikel über Film, Mode, Musik und unkonventionelle historische Figuren.


Pressestimmen
Marchesa Luisa Casati—Sie Erhob Die Verschwendung Zur Kunstform. Die Lebensleistung der 1881 geborenen Erbin war es, ihr Milliardenvermögen durchzubringen—aber mit welcher Grandezza! Für ihre Feste in Venedig verwandelte sie den durch goldbetresste Diener abgesperrten Markusplatz in ihren Ballsaal. Später, in Paris, machte sie mit exzentricschen Partys und elektrisch beleuchteten Kleidern Furore. Sie gab Unsummen dafür aus, sich Künstlern wie dem Salonmaler Boldini, dem Fotopionier May Ray oder dem eleganten Expressionisten Kees van Dongen porträtieren zu lassen. Am Ende völlig verarmt, wohnte sie bis zu ihrem Tod 1957 in London—und erschuf sich dort die glamouröse Traumwelt, in der sie früher gelebt hatte, neu: in Collagen von Bildern einstiger Könige und historischer Pracht. Ihre Geschichte erzählen Scot D. Ryersson und Michael Orlando Yaccarino in Die göttliche Marchesa.—Deutsche Vogue

...präzise und unprätentiös...—Profil

Mit der vorliegenden Biografie wollen die Autoren Casati wieder in Erinnerung bringen. Und es gelingt ihnen meisterhaft! …Den Autoren ist eine spannende, fesselnde und äußerst informative Biografie über eine faszinierende Persönlichkeit gelungen.—Associated Press (Frankfurt/Main)

Die genau recherchierte Biografie "Die göttliche Marchesa" von Scot D. Ryersson und Michael O. Yaccarino zeichnet nun Leben und Leiden dieser außergewöhnlichen Frau nach, die heute, auch wenn Giorgio Armani in seiner Herbst/Winterkollektion 2004/05 auf sie Bezug nahm, fast vergessen ist.—Der Standard

Zwei Amerikaner haben nun ein glänzendes Buch über Die göttliche Marchesa verfasst.—Die Welt

Mit dieser Biografie wollen die Autoren Scot D. Ryersson und Michael O. Yaccarino sie wieder in Erinnerung bringen. Und das tun sie überzeugend.—Eßlinger Zeitung

...ein vor Anekdoten und Skandälchen schier platzendes Sittengemälde der europäischen Vor- und Zwischenkriegs-Society.—Park Avenue

Das Buch entführt den Leser in eine andere Epoche und in das schillernde Leben einer außergewöhnlichen Frau. ...eine fesselnde und faszinierende Lektüre. Empfehlenswert!—Buchprofile

[4 von 5 Punkten]...eine opulente Biografie...—Männer aktuell

Diese erste große Biografie verfolgt anhand von Dokumenten und Abbildungen den Mythos dieser Ausnahmeerscheinung, die sich selbst zum lebenden Kunstwerk machte.—Du & Ich

Zwei Amerikaner mussten diese außergewöhnliche Frau der Vergessenheit entreißen, die wie nur wenige andere der europäischen Kulturgeschichte im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts einen tiefen Glanz verliehen hat.—Webcritics.de


Biograpical Overview: Die Marchesa Casati
„Ich möchte ein lebendes Kunstwerk sein.“ Diese Worte gehören zu den wenigen Aussagen der Marchesa Luisa Casati (1881-1957), die dokumentiert sind. Keine detaillierten Tagebücher oder Stapel aufschlussreicher Briefe sind erhalten, in denen sie uns mit eigenen Worten enthüllt, was sie dachte und fühlte. Doch glücklicherweise können wir auf eine Vielzahl an Porträts zurückgreifen, die erhalten sind—ob in Öl, Tusche, Wachs, Ton, Bronze oder in Worten, hinterlassen von jenen, die sie faszinierte, die sie förderte und mit denen sie Freundschaft schloss. Alle zeugen von der unvergesslichen Ausstrahlung dieser außerordentlichen Frau.

Luisa Casati wurde 1881 als Tochter des wohlhabenden Textilindustriellen Alberto Amman und seiner Frau Lucia Bressi in Mailand geboren, wo sie ihre Kindheit verbrachte. Ihr Großvater—Franz Xaver Amman, war mit seinem Bruder aus Göfis in Vorarlberg nach Italien ausgewandert. Der frühe Tod der Eltern machte Luisa und ihre Schwester Francesca zu Waisen und zu den wohlhabendesten Erbinnen in Italien. Unter der Obhut ihres Onkels heiratete Luisa 1900 den Mailänder Aristokraten Marchese Camillo Casati Stampa di Soncino. Ein Jahr später kam die gemeinsame Tochter Cristina zur Welt.

Während der ersten drei Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts war die Marchesa Luisa Casati der hellste Stern am Firmament der europäischen Haut Monde. Künstler malten sie und schufen Skulpturen nach ihrem Bild, Dichter priesen ihre eigenwillige Schönheit, und Modeschöpfer warben um ihre Gunst. Ihre Gestalt taucht in mehr als einem Schlüsselroman als notorische Heldin auf. Sie reiste, wohin die Laune sie trug, nach Venedig, Rom, Paris, Capri, sammelte Paläste und exotische Tiere und verschleuderte ein Vermögen für luxuriöse Feste. Sie schlug Gabriele D'Annunzio in ihren Bann, faszinierte Serge Diaghilew, jagte Artur Rubinstein einen Schrecken ein und brachte Lawrence von Arabien aus der Fassung. Ihre Roben und Kostüme wurden von Leon Bakst, Paul Poiret, Mariano Fortuny und Erté entworfen. Sie war die Muse der italienischen Futuristen und gab Parties, auf denen Waslaw Nijinsky mit Isadora Duncan tanzte. Wo immer sie war, setzte sie Trends, inspirierte Genies und verblüffte selbst die abgeklärtesten Mitglieder der Aristokratie.

Das Publikum verschlang gierig jeden Bericht über diese Sirene der High Society. Man ergötzte sich an den Geschichten über ihre Ehe mit einem jagdbegeisterten Mailänder Aristokraten, ihre offen ausgelebte Affäre mit Italiens großspurigstem poetischem Kriegshelden und ihre spätere Scheidung, schüttelte die Köpfe über die extravaganten Bacchanale, die in ihrem verfallenen Palazzo am Canale Grande und dem rosafarbenen Marmorpalais bei Paris gefeiert wurden, erschauerte bei dem Gerücht, sie verwahre in wächsernen Abbildern ihrer toten Liebhaber deren Asche, und entsetzte sich über die mit Blattgold überzogenen Lakaien, die nächtlichen Promenaden mit ihren Geparden und ihre augenscheinliche Vorliebe für Schlangen. Und doch wäre ihr Publikum enttäuscht gewesen, wenn La Casati ihren Erwartungen und Illusionen nicht entsprochen hätte. Je extravaganter und skandalöser ihr Leben wurde, umso größer wurde die Faszination, die von ihr ausging. In den Worten Philippe Jullians war sie „eine Frau, deren Leben ihrer Legende zu allen Zeiten gerecht wurde“.

Luisa Casatis unbestreitbare Egozentrik ist untrennbar verbunden mit ihrer historischen Bedeutung. Es war vor allem ihre Manie für die kontinuierliche Verwandlung ihrer Person, die sie auf die Suche nach genialen Künstlern trieb, die diesen lebenslangen Prozess dokumentieren sollten. Sozusagen als Nebenprodukt dieser Mission entdeckte sie zahllose Künstler am Beginn einer, wie sich zeigen sollte, großen Karriere. Anders als die üblichen aristokratischen Mäzene war Casati eine eifrige Komplizin der Talente, die sie förderte, und wurde zum zugkräftigen Aushängeschild für deren radikale künstlerische Experimente.

Als die vielleicht am öftesten künstlerisch dargestellte Frau nach der Jungfrau Maria und Kleopatra stand Luisa Modell für Porträts, Skulpturen und Fotografien, mit denen man eine Galerie füllen könnte—Gemälde von Boldini, Augustus John, Kees van Dongen, Romaine Brooks und Ignacio Zuloaga, Zeichnungen von Étienne Drian, Alberto Martini und Alastair (d.i. Hans Henning Voight), Skulpturen von Giacomo Balla, Catherine Barjansky, Paul Troubetzkoy und Jacob Epstein und Fotografien von Man Ray, Cecil Beaton und Adolphe de Meyer. Ihre faszinierende Persönlichkeit beeinflusste Schriftsteller von so unterschiedlicher Ausprägung wie Tennessee Williams und Jack Kerouac und Filmschaffende zu ihren Lebzeiten ebenso wie nach ihrem Tod. Theda Bara, Tallulah Bankhead, Vivien Leigh, Valentina Cortese und Ingrid Bergman haben auf der Bühne und im Film Charaktere dargestellt, für die sie Pate stand.

Am 1. Juni 1957 starb Marchesa Luisa Casati 76 jährig in London und wurde auf dem Brompton Cemetery mit einem ausgestopften Pekinesen zu ihren Füßen beerdigt. Auf dem Grabstein ist ein Zitat von William Shakespeare aus Antony and Cleopatra zu lesen: „Age cannot wither her, nor custom stale her infinite variety.“ (Das Alter kann sie nicht welk machen, noch die Gewohnheit schal ihre unendliche Vielfalt).

Biograpical Overview by
Scot D. Ryersson & Michael Orlando Yaccarino

German-Language Translation of Biographical Overview by
Astrid Tautscher

Adaptation of Biographical Overview by
Dr. Wilhelm Meusburger
Norman Douglas Forschungsstelle
Vorarlberger Landesbibliothek

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